Am 26.01.2022 fand in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg die Gedenkveranstaltung des Bayerischen Landtags für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Die Kranzniederlegung sowie die Einweihung einer neuen Stele zum Gedenken an die homosexuellen Opfer bildeten den Höhepunkt des Gedenkakts. Ihm gingen Gedenkansprachen der Landtagspräsidentin Ilse Aigner sowie des Landtagsvizepräsidenten und Direktors der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten Karl Freller voraus. Beteiligt waren auch Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Schwandorf, die beim ReMember-Projekt mitwirkten. Im Rahmen des Theaterstücks „Damals wie heute?“ setzte sich ReMember mit der Frage auseinander, welche Kontinuitäten der historische Antisemitismus für die heutige Gesellschaft hat. Die Schülerinnen und Schüler kommentierten den Gedenkakt auf Instagram wie folgt:

Post eine Woche vor der Aufführung:

„Am 27. Januar ist internationaler #Holocaust Remembrance. Und dieses Jahr haben wir die große Ehre, eine wichtige Rolle dabei zu spielen: Gemeinsam mit dem Bayerischen Landtag werden wir schon am 26. Januar in Flossenbürg der Opfer des Nationalsozialismus gedenken und einen Kranz am Denkmal für die Menschen ablegen, die als „Homosexuelle“ ins Lager gesperrt, gequält und getötet wurden.

Wir machen damit auch darauf aufmerksam, dass die Verfolgung der #LGBTQ-Community auch nach 1945 weiterging. Bis heute gibt es Diskriminierung und Hass gegen schwule, lesbische, queere oder transsexuelle Menschen, bis heute müssen Menschen um ihr Leben fürchten oder fliehen, wenn sie als „nicht normal“ gesehen werden.

Wir bei ReMember stellen uns gegen diesen Hass. Wir setzen uns füreinander ein. Wir verstehen, wozu Ausgrenzung in der Vergangenheit geführt hat, und wo unsere Verantwortung heute liegt, dagegen etwas zu tun. Wir freuen uns, dass wir beim Gedenktag und an jedem Tag als Botschafterinnen und Botschafter für gelebte #Erinnerungskultur wirken können.“

Post nach der Veranstaltung:

„ReMember ist für mich eine Chance, dass sich die Fehler der Vergangenheit in der Zukunft nicht wiederholen.“ Was Michelle über das Projekt sagt, bedeutet für unsere Gegenwart: sich einmischen. Zivilcourage zeigen. Vielfalt und Respekt leben.

Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus waren wir mit dem Bayerischen Landtag in Flossenbürg. Gemeinsam mit dem queeren Verein Fliederlich aus Nürnberg haben wir das Denkmal für die Menschen eingeweiht, die wegen ihrer Sexualität verfolgt und ermordet wurden.

Vielen Dank an Landtagspräsidentin @ilse.aigner, den Vizepräsidenten @karlfreller und allen Beteiligten, die mit uns ein wichtiges Zeichen gegen Geschichtsvergessenheit, #Homophobie und #Antisemitismus gesetzt haben!“

Der Bayerische Rundfunk übertrug den Gedenkakt live. Er kann unter folgendem Link in der BR-Mediathek abgerufen werden:

https://www.br.de/mediathek/video/holocaust-gedenkakt-in-flossenbuerg-holocaust-gedenkakt-in-flossenbuerg-av:61c0bb35a3323400095b68e5

Foto: Rolf Poss

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