Am 13. Juli 2026 unternahm die Klasse F11U der FOSBOS Schwandorf eine eintägige Studienfahrt nach Pilsen (Plzeň). Unter dem Leitthema „Demokratiebildung und Toleranz“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der bewegten Geschichte der westböhmischen Metropole und ihrer Bedeutung für die deutsch-tschechischen Beziehungen auseinander.

Ein herzlicher Dank gilt dem Kreisjugendamt, das die Studienfahrt finanziell gefördert und damit diese wertvolle außerschulische Lerngelegenheit ermöglicht hat.

Im Mittelpunkt des Studientages standen die Geschichte der Stadt Pilsen, ihre engen historischen und kulturellen Verbindungen zu Bayern sowie die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Tschechoslowakei beziehungsweise der heutigen Tschechischen Republik im 20. Jahrhundert. Die fachkundige Stadtführerin Lenka Petrášová vermittelte den Schülerinnen und Schülern anschaulich, wie eng die Geschichte Pilsens mit den Themen Demokratie, Freiheit und Toleranz verknüpft ist.

Besonders eindrucksvoll waren die Besuche der St.-Bartholomäus-Kathedrale und der Großen Synagoge, einer der größten Synagogen Europas. Dort erfuhren die Schülerinnen und Schüler mehr über das Schicksal der jüdischen Bevölkerung Pilsens während der Zeit des Nationalsozialismus sowie über die Einschränkung der Religionsfreiheit und die Unterdrückung religiösen Lebens während der kommunistischen Herrschaft in der Tschechoslowakei. Die historischen Einblicke machten deutlich, wie wichtig der Schutz demokratischer Grundwerte und der Menschenrechte auch heute ist.

Neben den historischen und politischen Themen beeindruckten die beiden bedeutenden Sakralbauten durch ihre außergewöhnliche Architektur und Atmosphäre. Bei sommerlichem Wetter konnten die Schülerinnen und Schüler zudem die lebendige Altstadt Pilsens kennenlernen und einen abwechslungsreichen Tag bei den tschechischen Nachbarn verbringen.

Die Studienfahrt verband historische Bildung mit interkulturellen Erfahrungen und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung sowie zur Stärkung des gegenseitigen Verständnisses im grenzüberschreitenden Miteinander.

Tanja Haberl und Christian Eiblmeier

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