Durch den Wahlpflichtunterricht in den 11. und 12. Klassen, der seit einigen Jahren an der Fachoberschule so gestaltet ist, dass leistungsstarke Schülerinnen und Schüler Interessensschwerpunkte setzen und sich gezielt fördern lassen können, erhielten die Biologie- und Chemie-Lehrkräfte Viola Freundl und Christian Eiblmeier die Gelegenheit, vier Teams von insgesamt acht Personen von der FOSBOS Schwandorf für das „VDE-Schülerforum“ am 28.07.2026 startklar zu machen.
Der Wettbewerb, der vom Verband für Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik ins Leben gerufen wurde, wurde in den Hörsälen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen ausgetragen. Die Besonderheit, die diesen Contest beispielsweise von „Jugend forscht“ unterscheidet, ist, dass die jungen Naturwissenschaftler ihre Forschungsarbeiten nicht etwa an Informationsständen präsentieren, sondern ihre Beiträge über einen ansprechenden, fundierten Vortrag ins Rennen schicken. Als Zuhörerschaft erwartet die Forschenden ein Fachpublikum wie auf einer wissenschaftlichen Tagung, das sich in diesem Fall aus anderen wissenschaftsbegeisterten Schülern und Studenten und einer Jury aus Hochschulwissenschaftlern und Industriellen zusammensetzt. Das Motto lautet „Technik macht Spaß – Schüler präsentieren vor Schülern“.
Bewertet wird also nicht nur die fachliche Qualität der Wettbewerbsbeiträge, sondern auch die Fähigkeit der Teilnehmer, komplexe naturwissenschaftliche Inhalte verständlich zu vermitteln. Von der FOSBOS Schwandorf konnten vor allem Lena Busch, Leni Steindl und Jeremiasz Switaj aus der 11. Jahrgangsstufe vor den kritischen Ohren des Publikums punkten: Sie waren im Vorfeld vom Labor Kneißler in Burglengenfeld unterstützt worden und hatten dort den Gehalt von Vitamin C in Kiwis untersucht, nachdem die Früchte auf verschiedene Weise konserviert und zubereitet worden waren. Mit ihrem beeindruckenden Vortrag „Vitamin C unter Stress – wenn Kiwis ihre Power verlieren“ errangen sie den 1. Hörsaalpreis im Bereich der Lebensmittelbiologie und somit ein Preisgeld von 150 Euro.
Den 2. Hörsaalpreis im Fachbereich Medizintechnik räumte Eva Kroner aus der 12. Jahrgangsstufe zu ihren Untersuchungen zum Schmerzmittel Paracetamol ab und Emily Besenhardt und Julia Hartl, beide aus den 11. Klassen, die Würzsoßen von der Firma Händlmaier erhalten und auf ihren Aromagehalt hin verglichen hatten, wurden mit dem 3. Hörsaalpreis für Lebensmittelchemie belohnt.
Leider leer gingen Katharina Bleicher und Lena Schießl, ebenfalls Jahrgangsstufe 11, aus, die sich der Frage gestellt hatten, ob Brennnessel- und Hanffasern herkömmliche Baumwolle in der Textilindustrie im Allgemeinen bzw. ganz konkret bei der Firma MAC Jeans in Roßbach als Grundstoff in Zukunft ablösen können. Dennoch nahmen auch sie den Uni-Flair mit und freuten sich, dass sie einen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten und Referieren erhalten hatten. Am Tag ihrer Rückkehr aus dem mittelfränkischen Erlangen freute sich auch Schulleiter Jürgen Gleixner mit der naturwissenschaftlichen Reisegruppe (siehe Foto).
Tamara Hofmann
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