Dieses Gefühl konnten ca. 50 Schüler*innen der 12. und 13. Jahrgangsstufe hautnah erleben und nachempfinden. Mit dem Virtual-Reality-Projekt „Impression Depression“ besuchte die Robert-Enke-Stiftung, organisiert vom Beratungsteam der beruflichen Schulzentren, Ende März die FOSBOS Schwandorf, um über die Volkskrankheit zu berichten und darüber aufzuklären.
Die Robert-Enke-Stiftung wurde 2010 gegründet, nachdem sich Robert Enke, der Torwart der deutschen Nationalmannschaft im Jahr 2009 das Leben nahm. Er litt an einer schweren Depression. Nachdem sein tragischer Tod an die Öffentlichkeit gekommen war, bekam die Krankheit Depression viel Aufmerksamkeit und Mitgefühl und die Stiftung wurde gegründet. Ziel der Stiftung ist es seitdem, über die psychische Störung aufzuklären und Menschen zu ermöglichen, sich in die Situation eines Erkrankten hineinversetzen zu können.
Die Schüler*innen bekamen zunächst eine kurze Aufklärung über das Thema Depression und die Stiftung. Nach einer Einführung in den technischen Ablauf der Virtual-Reality-Erfahrung durften sich die Schüler*innen dann in einem angrenzenden Raum die VR-Brillen und Kopfhörer aufsetzen, um eine Alltagssituation einer depressiven Person zu durchleben. Um die Darstellung realistischer zu gestalten, wurde jedem ebenfalls eine zehn Kilo schwere Bleiweste um die Schultern gelegt. So konnte man das erdrückende Gefühl der Krankheit sehr realistisch nachempfinden. Nach 10 Minuten war die Virtual-Reality Erfahrung zu Ende und die Schüler*innen haben sich mit den Veranstaltern zusammengesetzt um ihre Erfahrungen zu teilen. Gemeinsam reflektierten sie über die Krankheit, die dargestellten Ängste und Sorgen der depressiven Person und diskutierten darüber. Die Schüler*innen bestätigten, dass sie sich sehr gut in die Situation hineinversetzen und mitfühlen konnten. Ebenfalls wurde mehrfach erwähnt, dass die Krankheit durch das Tragen der Bleiweste noch erdrückender und realistischer gewirkt hat. In der Reflektionsphase konnten die Schüler*innen  auch noch zahlreiche eigene Erfahrungen teilen und Fragen stellen, was das Projekt „Impression Depression“ trotz des schweren Themas noch angenehm abrundete.

Julia Liebl, F12W2

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