Knalleffekte, Familienspaß und wertvolle Informationen zum Übertritt
Am Nachmittag des ersten Samstags im Februar 2024 tummelten sich Klein und Groß in der Aula des Beruflichen Schulzentrums. Die FOSBOS Schwandorf hatte zu einem Tag der Offenen Tür eingeladen.
Schnell verteilten sich die Interessenten auf die umliegenden Klassenzimmer und Fachräume, in denen Lehrkräfte und jetzige Schüler über die vier Ausbildungsrichtungen der Fach- und Berufsoberschule informierten. Viel Vergnügen bereiteten den Besuchern die vielfältigen Möglichkeiten, Versuche selbst auszuprobieren. Ein weißer Ball, der über einem Windkanal stetig nach oben geblasen und somit in der Luft gehalten wurde, lockte naturwissenschaftlich Interessierte in das Reich der technischen Fächer. Aus dem Bereich der Physik und Technologie luden zahlreiche Versuchsaufbauten zum Mitmachen ein: vom immer wieder faszinierenden Newtonschen Kugelpendel, bei dem mehrere Kugeln durch Impuls im gleichen Takt schwingen, über den Wasserwellenkanal, in dem Wellen von der Seite her zu ihrer maximalen Amplitude auflaufen, bis hin zum Resonanzbecken, das den Experimentierfreudigen besonderes Fingerspitzengefühl abverlangt, wenn sie versuchen, der Wasserschale nicht nur Töne, sondern auch eine Springfontäne zu entlocken.
Bei den Vertreterinnen des Sozialzweiges durften die Besucher unter anderem ein Modell des menschlichen Gehirns, der Kommandozentrale unseres Nervensystems, basteln. Durch das Ressourcen-Memory lernten Spielfreudige ein Lehrplanthema der 13. Jahrgangsstufe kennen. Sie konnten auf spielerische Weise herausfinden, welche Stärken und Potenziale jeder Mensch natürlicherweise in sich trägt, um Krisensituationen zu meistern und ein glückliches Leben zu führen. Für die Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung stellten Schülerinnen und Schüler den Computerraum vor und machten gleichzeitig authentische Werbung für die gesamte Schule: Sie schwärmten vom harmonischen Schüler-Lehrer-Verhältnis, das sicherlich der überschaubaren Größe der Schule zu verdanken ist, und lobten die Praxisorientierung der FOSBOS im Allgemeinen sowie die kulturelle Vielfalt unter den Schülern in Schwandorf im Besonderen.
Auch wenn alle Fachbereiche mit ihren Reizen kokettierten, muss doch dem ABU-Zweig das Highlight dieses Nachmittages neidlos anerkannt werden: In einer Farb- und Feuer-Show der Superlative, die schon durch ihren Titel „Zaubertrankprüfung“ Spannendes verhieß, sorgte Tobias Kaerger, der nicht nur Chemiker mit Leib und Seele, sondern privat auch Schauspieler ist, im Hogwarts-Kostüm zusammen mit Kollegin Lisa Kiener für beeindruckende Knalleffekte: In der Chipsdose ließen es die beiden tatsächlich krachen. Visuell begeisterten die Flüssigkeiten, die im Dunkeln neonfarben leuchteten. Für Staunen im Publikum sorgte in besonderem Maße der magische Trank, der durch alleiniges Umgießen von Kelch zu Kelch seine Farbe wechselte und so vom vermeintlichen Weiß- zum Rotwein und schließlich zum flambierten Prosecco wurde.
Außerdem gab es ein paar Stände und Darbietungen, die seit vielen Jahren nicht mehr aus der Infolandschaft der Tage der Offenen Tür an der FOSBOS Schwandorf wegzudenken sind: Für die OTH Amberg-Weiden als langjährigen Kooperationspartner machte Prof. Dr.-Ing. Werner Prell höchstpersönlich Werbung. Mit einer rotfunkelnden Wassersäule konnte er gleich auf den ersten Blick Eindruck schinden, auch wenn es sich bei dem mit Leuchtdioden ausgestatteten Bioreaktor, in dem Algen gezüchtet werden können, eher um eine wissenschaftliche Spielerei als um eine wirtschaftlich rentable Innovation handelt. Traditionell in schwarz gekleidet traten die Akteurinnen und Akteure der Theatergruppe auf, die ihr diesjähriges Stück, eine moderne Adaption von Wedekinds „Frühlingserwachen“, kurz anspielten, um Lust auf die gesamte Vorstellung im kommenden Mai zu machen.

Tamara Hofmann

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